an Leipzig hat mich an letzter Zeit besonders aufgeregt,
dass...
in Leipzig immer noch viel zu viel Bier getrunken wird.
Das sollte nicht sein, in einer Stadt mit Tradition,
in der Goethe selbst den Satz geprägt hat:
"Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken"
Was muss sich ändern
Es wird Zeit, dass sich hier etwas ändert. Eine Supermarktkette hat in den letzten Jahren schon richtig gut aufgeholt und man findet dort Brauchbares.
Der Fachhandel wird aber nach wie vor oftmals als zu teuer eingeschätzt, obwohl dies absolut nicht stimmt. Dank dem Internet herrscht auch hier eine Preistransparenz, welche Fantasiepreise längst verhindert.
Nur in der Gastronomie findet man noch immer die Auffassung, dass man den Gästen für gutes Geld durchaus auch schlechten Wein anbieten darf. In der Regel bekommt man kaum eine Flasche unter 25 Euro und für diesen Preis sollte
man zu Recht schon eine herausragende Flasche Wein erwarten. Wenn dafür aber dann nur ein 1,99 EUR - Tröpfchen in die Gläser kommt, kann man den Griff zum gewohnten Fassbier durchaus verstehen. Ich selbst bevorzuge in diesen Fällen ein alkoholfreies Weizen.
Wie würden Sie Leipzig beschreiben, für den, der die Stadt nicht kennt?
Als ich 1996 als Bauingenieur nach Leipzig kam war ich überwältigt.
Ich erinnere mich noch heute an den Moment, als ich in der Hainstrasse unter einem Kran durchgelaufen bin, der mitten in der Straße stand.
Mir war vom ersten Tag an klar "die Stadt ist klasse"
Mir gefielen die Studentenszene und das grandiose Angebot an Kultur
genauso wie der grüne Gürtel um die Stadt und ich hatte immer das Gefühl, den Herzschlag der Stadt zu spüren.
Man muß diese Stadt erleben, dazu reicht ein Besuch nicht aus, man möchte immer wieder gerne zurück kommen.
Dresden und München sind da anders, klar ist es da schon mal ganz nett, aber Leipzig lebt oder ist lebendiger - eben auch wegen seiner Menschen.
Welcher Ort ist Ihnen in Leipzig der liebste?
Also ganz ehrlich? Mein Weinladen „In Vino“ im Löhrs Carre.
Es geht los, mit der freundlichen Begrüßung unsrer Pförtner und
endet mit so mancher eporalen, weinreichen Nacht unter Kunden,
die hier schnell auch zu Freunden werden. Dank Peter Degner und Andreas Stammkötter kommt auch die Kultur im Laden nicht zu kurz.
Ein Blick in die Zukunft:
Welche Pläne und Visionen haben Sie für die Zukunft persönlich?
Visionen überlasse ich den Politikern, ich persönlich möchte einen herausragenden Job machen, wenn es darum geht,
mein weininteressiertes Publikum immer wieder mit neuem Stoff zu begeistern. Mein Wunsch ist es, die enge und freundschaftliche Beziehung zu meinen
Kunden zu intensivieren. Damit die Weinverkostungen auch kulinarisch in nichts zurück stehen, schenkten mit meine Weinabo Kunden zum
Geburtstag einen Kochkurs bei unserem spitzen Sternekoch Hrn. Schlegel vom Stadtpfeiffer. Da ist prompt schon ein Traum in Erfüllung gegangen.
Worauf freuen sie sich in nächster Zeit?
Jetzt da es langsam kalt wird - auf unseren Glühwein und damit auf Weihnachten.
Auf ein Weihnachten mit meiner ganzen Familie in Bayern und auf die erste Schlittenfahrt mit meinem Sohn.
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