
Messewalzer: Ein Leipzig-Krimi
Der Schuss trifft den Autor genau in den Kopf
"Messewalzer" ist der vierte Krimi des Leipzigers Andreas Stammkötter
Bei einer Lesung während der Buchmesse in der Innenstadt von Leipzig wird der erfolgreichste deutschsprachige Autor vor mehr als 100 Augenzeugen von der anderen Straßenseite mit einer Kugel aus einem Präzisionsgewehr genau in den Kopf niedergestreckt. Kommissar Kroll, der diesen Mord aufklären muss, würde sich viel lieber seinem Liebeskummer hingeben, statt in Kreisen von konkurrierenden Verlegern und alten Stasiseilschaften aus DDR-Zeiten zu ermitteln, um mit den Nachforschungen zu einem vor 16 Jahren verübten Verbrechen höchst kriminelle Geister wachzurufen.
Der in Leipzig lebende Autor Andreas Stammkötter schickt in "Messewalzer" den Kommissar, der vor allem auch mit den eher kleineren Tücken des Lebens zu kämpfen hat, zum vierten Mal auf Mörderjagd; wieder mit dem nicht weniger sympathischen Kollegen Wiggins an der Seite, was einen wesentlichen Reiz dieses Krimis ausmacht: Zwei Männer, zwei Helden und die Frage: Ist das echte Freundschaft?
Stammkötter schreibt schnörkellos, atmosphärische Verdichtungen sind seine Sache nicht, die Handlung treibt entlang von sich ständig auftuenden Entwicklungen wie von selbst unweigerlich dem Show-down zu, bei dem geschossen wird: Die Kugel trifft einen Kopf, es gibt einen Toten. Kommissar Kroll muss seine Urteilskraft überdenken: Hinter dem Mord steckt jemand, den er gar nicht auf seiner Liste hatte. (Freie Presse)

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