Rückschau in Bildern:

Wir freuen uns ausserordentlich über den Besuch von Martin Foradori Inhaber von Hofstätter.
Bitte melden Sie sich zu diesem Abend rechtzeitig via Mail an mb@weinabo.me – Wir werden die Großen Gewächse verkosten und dazu reichen wir Fingerfood von unserem Meisterkoch Bernd Lindner. Wir berechnen einen Obolus von 29,90. Euro. Teilnahme beschränkt auf 10 Personen.
Martin Foradori
Ein unermüdlicher Botschafter des Weines – in eigener Sache, aber auch in Sachen der Region Südtirol. Als ehemaliger Präsident des Südtiroler Weinverbandes hat er in seiner 4jährigen Amtszeit Anfang der 2000er maßgeblich zum rasanten internationalen Aufstieg der Region beigetragen. Heute engagiert er sich als Präsident des Verbandes „Die Weingüter Südtirols“, immer mit dem Fokus auf den privaten – den Familienweingütern – die schon über Generationen hinweg Weinbau in Südtirol betreiben. Martin betrachtet sich mehr als Manager, denn als „hemdsärmeliger“ Weinbauer. Seine Weinwelt findet nicht nur in Südtirol statt, er ist auf der ganzen Welt zuhause, und nicht nur als Weingutsbesitzer und Winzer gefragt, sondern auch als Experte in Sachen Blauburgunder gern gesehener Gast bei internationalen Festivals und Verkostungen. Es ist sich bewusst, Besitzer eines der besten Weingüter nicht nur Südtirols, sondern ganz Italiens zu sein, und mit dem Barthenau Vigna San Urbano auch einen der besten Blauburgunder weltweit zu machen. Diese Position nicht nur zu halten, sondern stetig zu verbessern ist seine tägliche Herausforderung, der er sich seit nunmehr fast 20 Jahren stellt, seit der heute 40jährige die Verantwortung für das Weingut von seinem Vater Paolo übernommen hat.
... Leseprobe aus dem Buch »Besser Trinken. Südtirol«:
Südtiroler Blauburgunder. Ein Kapitel für sich.
Ein großer Pinot Noir aus Burgund, seit Generationen im Pièce ausgebaut: Tiefdunkel, rund, weich, vollmundig und geschmeidig. Wie er aber als “Spätburgunder” aus deutschen Landen frisch auf den Tisch kommt, ist ihm nur allzu oft die Sortenverwandtschaft (Klone hin, Klone her) mit seinem gallischen Rebenvetter kaum mehr anzumerken. Etwas überspitzt formuliert, klingt das dann so: “German Pinot Noir is a grotesque and ghastly wine that tastes like a defective, sweet, faded, and diluted red burgundy from an incompetent producer. Need I say more?” Zitat Robert M. Parker. Wir merken an: “ghastly” übertragen verläßliche Wörterbücher mit “entsetzlich”, “grauenerregend”, “schrecklich”, “gräßlich”, “schauderhaft”, “scheußlich” - keine alltäglichen Beiwörter zum Wein, fürwahr. Doch immerhin setzt Parker in der neuesten, der 3. Ausgabe seines “Wine Buyer’s Guide” das “defective” an Stelle des “dirty” aus der Vorgängeredition. Ob wir da den zarten Schimmer einer Hoffnung für den “German Pinot Noir” herauslesen dürfen? Na ja ...
Und nun Südtiroler Blauburgunder. Was sagt Parker dazu? Parker sagt nichts dazu. Kein Pinot Noir im ganzen Parker’schen Italien. Wie, lieber Leser, sollen wir das finden? Freilich, Parker unterschlägt uns ja auch Hofstätter. In der 3. Auflage des “Wine Buyer’s Guide” immer noch kein Hofstätter! Need we say more? Aber ja doch: Das finden wir völlig unangebracht, besser gesagt: ghastly.
Es ist nämlich folgendermaßen: Wann immer vom Südtiroler Blauburgunder die Rede ist (vom qualitätsvollen, nota bene!), fällt der Name Hofstätter im selben Atemzug. Das ist nicht nur im Anbaugebiet eine Selbstverständlichkeit, sondern auch auf nationaler und nicht zuletzt internationaler Ebene so (sorry, Mister Parker!). Der Grund? Nun, da ist zum einen die Familientradition des Hauses, das mit Martin Foradori nunmehr in der 4. Generation dem Pinot Nero alle erdenkliche Hinwendung, Aufmerksamkeit und Sorgfalt widmet. Das Prinzip des “terroir”, des komplexen Zusammenspiels von geologischer Bodenbeschaffenheit, von Makro- und Mikroklima und der dafür am besten geeigneten Rebsorte - wahrscheinlich wird es in ganz Südtirol nirgends besser umgesetzt als auf den Lagen um die Güter der Villa Barthenau bei Mazon, oberhalb von Neumarkt. Seit ca. 150 Jahren wächst dort Blauburgunder - einstmals als ortsfremde Rebe eingepflanzt von Ritter von Barth zu Barthenau, einem Professor der k.u.k. Universität Wien. Es ist das große Verdienst von Paolo Foradori, Nachkomme einer ursprünglich Trentiner Familie, die Barthenaus Besitz übernommen hatte, in bemerkenswerter Weitsichtigkeit die bestehenden Blauburgunder-Rebbestände durch jahrzehntelange Selektion und Neuanpflanzungen nach französischem Vorbild zu dem gemacht zu haben, was sie heute sind: Ein mustergültiges Beispiel für perfekte Weinbau-Kunst auf der Höhe der Zeit.
Die Voraussetzungen stimmen also. Kommt dann noch Professionalität à la Hofstätter im Keller dazu, dann ist das außergewöhnliche Produkt perfekt. Und dieses Erzeugnis hat ...
PDF Hofstätter
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